Sanat Tanýmý Topluluðu ist eine Gruppe, die konzeptualistisch arbeitet. Die Konzeptkunst hat sich zur Aufgabe gestellt, das Wesen und die Struktur von Kunst zu ergründen. Die Konzeptualisten fragen in ihren Werken fortlaufend nach der Beschaffenheit von Kunst als ihrem Begriff. Dabei geht es um ein künstlerisches Konzept oder um einen Ansatz, der alle Momente inklusive der Kontradiktionen des Begriffs der Kunst zu ermitteln trachtet. Oder wie Sol LeWitt sagte: Diese Art von Kunst erstreckt sich auf alle mentalen Prozesse. Die ersten Infragestellungen der Kunst gehen auf den Impressionismus und auf den Kubismus zurück. Durch die systematischen Untersuchungen Duchamps hinsichtlich ihrer Genese, ihrer Grenzen, ihrer Funktion und Sprache wurde Kunst wieder als intellektuelle Tätigkeit begriffen. Heute spricht man von Kunst als der Bestrebung, sie als solche, ihre Position in einem umfassenden Zusammenhang und somit Existenz schlechthin zu begreifen. Diese Entwicklung konstituiert die Kunstgeschichte. Und nur ein Kunstpublikum, das um diese Entwicklung weiß, kann zeitgenössische Kunst verstehen. Um Gegenwartskunst erfassen zu können ist es notwendig, eine konzeptualistische Geschichte der Kunst zu erstellen. Konzeptkunst führt diesen Befund auf ein Extrem und erkennt kein anderes Publikum an als dasjenige, das sich aktiv an der Konstituierung eines Kunstwerks beteiligt. Auf diese Weise erhält Kunst die Gewichtigkeit einer Wissenschaft, die ebenso des Publikums nicht bedarf. Begreifen wir Konzeptkunst - oder, signifikanter: die Analytische Kunst - als einen bestimmten künstlerischen Ansatz zu einer bestimmten Zeit in der Geschichte, so sprechen wir von einer Kunst, die sich gänzlich der Produktion von Objekten und sämtlichen bildnerischen Formen entledigt hat. Fassen wir aber den Konzeptualismus in einem umfassenderen Sinne auf, dann erhält er, ergänzend zu dem Sachverhalt, der sich durch die Analyse seiner selbst in der zeitgenössischen Kunst als der Fortsetzung der Kunst des 20. Jahrhunderts verifiziert, eine logische und philosophische Dimension hinsichtlich des Erfassens seiner eigenen Struktur. Mit anderen Worten: Das Primat der Kunst von heute ist die mentale Tätigkeit. Und kein künstlerischer Ansatz ohne begriffliches Konzept kann Bedeutung beanspruchen.